Entwicklungsgeschichte Franchiseunternehmen

(Foto:Martin Volpert)

Dass das Konzept Franchise entwickelt wurde, um auf Seiten des Franchisenehmers und auf der Seite des Franchisegebers Vorteile zu schaffen, wird deutlich, wenn man die Entwicklungsgeschichte von Franchiseunternehmen betrachtet. Die Beweggründe, die zu dieser Entwicklung zum Franchise führten, geschahen zwar aus der Not heraus, wie viele Systeme, boten aber von Beginn an beiden Parteien einen Mehrwert.

Eines der ersten Franchiseunternehmen

Die Entwicklungsgeschichte Franchise beginnt im 19. Jahrhundert in den USA, als Isaac Merritt Singer, einer der Erfinder der Nähmaschine, gezwungen ist ein Vertriebssystem für sein neues Produkt zu entwickeln. Die Problematik war zunächst das fehlende Kapital, aber vor allem die Tatsache, dass das neue Gerät dem Benutzer ausführlich erklärt werden musste. Somit vergab die Singer Sewing Machine Company Exklusivrechte an Geschäftsleute zum Verkauf ihrer Nähmaschinen. Diese sollten den Kunden zusätzlich eine Einweisung in den Gebrauch des Produktes geben. So stand der Expansion von Singer nichts im Wege.

Neuere Entwicklungsgeschichte

Singer erfand dieses System aus der Not heraus und es entwickelte sich im Verlauf der Jahre zu einem bewehrten Konzept. Unternehmen weltweit nutzen diese Idee, um Vorteile zu bieten aber auch zum eigenen Vorteil, und das sehr erfolgreich. Das beweisen unter anderem die deutschen Statistiken der letzten Jahre.

Gab es im Jahr 2000 laut Deutschem Franchiseverband DFV e.V. noch 735 Franchise-Systeme in Deutschland, die einen Umsatz von 22 Mrd. Euro gemacht haben, so sind es 2010 bereits 980 Franchise-Systeme mit einem Umsatz von ca. 55 Mrd. Euro. Tendenz steigend.

Interessant hierbei sind sicher auch die Prognosen.  So rechnet der DFV e.V. damit, dass es 2015 eine Umsatzsteigerung um ca. 30 % geben wird. Diese Zahlen sprechen für sich und zeigen, dass sich die Idee von Isaac Singer bewehrt hat. Nach über 150 Jahren ist das Konzept immer noch geeignet und vor allem aktuell.

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